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Surya e. V. hilft spontan mit Spenden nach Flutkatastrophe

Nach der schweren Flutkatastrophe in Pakistan wurde

anschließend an den Monsun Ende August ganz Indien von den sintflutartigen

Regengüssen heimgesucht. Da in der internationalen Presse

kaum darüber berichtet wurde, erfuhren die Menschen auch

keine Unterstützung. Spontan entschlossen wir uns Ende September 2010

in einer Krisensitzung, den Notleidenden über unseren

Verein SURYA e.V. zu helfen und möchten Ihnen hier berichten,

was sich in der Zwischenzeit ereignet hat. Wie bei der Hilfe

für die Opfer des Tsunami vor fünf Jahren, organisiert der

gemeinnützige Asthanga Verein, Suryas Partner in Indien, Direkthilfe

für die Flutopfer. Jeder Pfennig fließt zur Gänze in die Hilfe ein. 

 

 

Der Monsun versorgt jährlich die durch die Sommerhitze ausgetrocknete Erde Indiens mit dem lebensnotwendigem Wasser. Normalerweise wird der Regen sehnsüchtig erwartet.

Doch in diesem Jahr ebbte der seit Ende Juli einsetzende Monsun nicht wie gewohnt im August ab, sondern die Wassermassen, die von der Erde nicht mehr aufgenommen

werden konnten, nahmen noch um ein Vielfaches zu. In ganz Indien, besonders aber im Nordosten entstanden schwere Überschwemmungen. Durch noch stärkere, drei Wochen

lang anhaltende Regengüsse, die in den Bergen sogar noch länger anhielten und die Flüsse in todbringende Seen verwandelten, kam es im Norden zum nationalen Notstand: Eineläche doppelt so groß wie Deutschland stand tief unter Wasser. Die Flutkatastrophe in

Indien hielt Monate an, und doch wurde in den hiesigen Medien kaum darüber berichtet. Insgesamt schätzen Hilfsorganisationen die Zahl der Flutopfer auf 40 Millionen. Rund 1,5 Millionen Menschen in weiten Teilen Indiens, Bangladeschs und Nepals benötigen dringend Nahrungsmittel, Notunterkünfte, Trinkwasser und Kleidung. Zudem wurden Tausende Hektar Ackerland und Ernte zerstört. 30 Millionen Kinder und Erwachsene wurden obdachlos. Straßen, Schienenwege, Abwasser- und Kanalsysteme brachen zusammen. Durch das ablaufende Wasser kam es zu gefährlichen Erdrutschen. Herr Sukhbir Singh von unserem Partnerverein Asthanga in Indien berichtet: „Die Lage vor Ort ist extrem schwer und wir beginnen mit der Direkthilfe in der Umgebung des Vereinssitzes in der Stadt

Meerut (etwa 60 Kilometer östlich von Delhi). Der Fluss Ganges liegt noch 30 Kilometer

weiter östlich. Die Menschen, deren Dörfer in seiner Nähe liegen, haben alles verloren.

In Saharanpur im Bundesstaat Uttar Pradesh etwa 150 km nördlich von Meerut sind 200

Dörfer von den Fluten mitgerissen worden, sie existieren nicht mehr. Tausende von

weiteren Dörfern sind zerstört und Tausende von Menschen sind gestorben. Wie viel genau zerstört wurde weiß niemand. Aufgrund der wochenlangen Ausnahmesituation konnte das Ausmaß der Verluste bisher nicht erfasst werden. Viele Krankheiten

brachen aus. Anfänglich mussten die Dorfbewohner buchstäblich im Wasser leben

und bekamen auch nur das Flutwasser zu trinken, da alle Brunnen von den Wasserfluten

überspült waren. Die Durchfallerkrankungen Typhus und Cholera brachen als Folge des

verseuchten Trinkwassers aus. Kinder und Frauen sind durch die monatelangen Entbehrungen stark geschwächt und erkranken besonders leicht.

 

Der Verein leistet hier wertvolle homöopathische Unterstützung. Die wichtigsten

Mittel – Arsen, Bryonia, Rhus tox und China – helfen, die Kranken schnell wieder auf

die Beine zu bringen und Leben zu retten.

 

Dazu ein Beispiel: Ein Kind hatte tagelang hohes Fieber und schien vom Tode gezeichnet zu sein, als ein Asthanga Helfer ihm eine Gabe Bryonia C 200 verabreichte.

Am nächsten Morgen war das Kind gesund und die Familie sprach voller Ehrfurcht

von einem Wunder.

 

Das erste und wichtigste Ziel war und ist es, die Versorgung der Betroffenen mit Lebensmitteln sicherzustellen, Krankheiten abzuwehren und zu heilen.

In den ersten drei Wochen haben wir etwa 85 Familien (eine Familie besteht durchschnittlich aus 6 bis 7 Personen) aus fünf Dörfern vollständig helfen können. Allein in diesem Teil des betroffenen Gebietes sind Tausende von Menschen ohne Dach über dem Kopf, haben keine Kleidung, keine Nahrungsmittel, nicht einmal Decken. Viele Büffel sind weggeschwemmt worden und die Transportkarren sind zerstört. Diese 85 Familien sind jetzt

mit dem Nötigsten an Nahrungsmitteln, Kleidung und Decken versorgt. Ihre Hütten

sind wieder hergestellt und die Büffel-Karren repariert. Weitere 3.000 Menschen werden weiterhin mit Essen versorgt. Für sie hat Asthanga ein Zentrum aufgebaut, in dem sie sich eine Mahlzeit holen können. Weitere Zentren werden in den nächsten Wochen bereitgestellt. Eine Familie mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen kostet etwa 10 Euro. Um ihren Bedarf an Kleidung und Decken vollständig zu decken, werden etwa 60 bis 80 Euro benötigt.“

 

Wenn Sie den Opfern in Indien helfen wollen,

dann spenden Sie bitte auf das Konto

von Surya e.V.

 

unter dem Kennwort: Fluthilfe Indien

Konto: 184 36 48

BLZ: 703 900 00

VR-Bank Murnau

 

 

Abschlußbericht Fluthilfe Indien

In diesem Frühjahr endlich konnte die Hilfsgruppe auch zu den letzten Dörfern in dem betroffenen Gebiet vordringen und sie versorgen. Damit wurde die Fluthilfe im April 2011 abgeschlossen. Monatelang war es nicht möglich gewesen mit normalen Autos in die unmittelbare Nähe des Ganges vorzudringen, da der angeschwemmte Schlamm erst im März durch Einsetzen der warmen und trockenen Jahreszeit befahrbar wurde.

            Insgesamt versorgte Surya 21 Dörfer und etwa 1000 Familien mit Nahrung, Kleidung, Bettwäsche und Decken. Andere individuelle Bedürfnisse, wie Hütten wieder aufbauen oder Büffelkarren reparieren, wurden ebenfalls erfüllt. Zusätzlich wurde auch medizinische Hilfe durch Homöopathie und die Chakrablüten Essenzen  geleistet. Es galt, die Menschen vor schweren Infektionskrankheiten, die durch das mit Leichengift verpestete Wasser ausgelöst wurden, zu schützen oder sie zu behandeln. Alle mit Homöopathie behandelten Menschen konnten gerettet werden. Und dies manchmal in so frappierend kurzer Zeit, daß in den betroffenen Familien öfter mal das Wort „Wunder“ fiel.

            Mrs. Veena Singh, Schatzmeisterin unseres Schwestervereins Asthanga in Indien, und ihre Truppe halfen unter der Schirmherrschaft von Surya selbstlos von Oktober 2010 bis April 2011, die ganzen 6 Monate lang. Drei Tage jeweils blieb die Truppe in einem der überschwemmten Gebiete, um den Bedarf jeder einzelnen Familie genauestens festzuhalten und gleichzeitig die Güter an Familien, die in die Liste der vorherigen Woche aufgenommen worden waren, zu verteilen. Dann fuhren sie wieder zurück ins Asthanga Zentrum, um einzukaufen, alles in ihre Autos zu laden und für die nächste Tour vorzubereiten. Somit  konnte jede Woche ein anderes Dorf angefahren werden. Selbstverständlich wurden besonders am Anfang, als die Hungersnot noch sehr groß war, die Lebensmittel so schnell wie möglich überall verteilt.

            Die Regierung hat leider keine nennenswerte Hilfe geleistet und ließ die gespendeten Gelder in irgendwelchen Kanälen und Ämtern verschwinden. Wohingegen Surya von einer 100%igen Effizienz in der Verwaltung und Verteilung der Gelder sprechen kann.

Mrs. Singh arbeitet  akribisch genau und bei jedem Cent wird aufgeschrieben, wo er hinfließt. Die Dorfbewohner empfanden es so, als ob die Götter selbst vom Himmel herunter kommen und sie versorgen würden. Ihre Dankbarkeit und ihre Segenswünsche fließen zu allen Surya Mitgliedern und Spendern hin. Wir möchten in ihrem Namen allen Surya Mitgliedern und all denjenigen, die gespendet haben, danken, daß sie diese Hilfsaktion ermöglicht haben. Es mußten  über 30.000 Euro aufgebracht werden, um so viel bewirken zu können.